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Emil und die Detektive

Deutschland 2001

 

 

Alles wie bei Erich Kästner – und alles doch ganz anders. Noch immer ist der 12-jährige Emil Tischbein eine Landpomeranze, die aus dem Provinznest in die Großstadt reist. Einst wurden ihm von der Mutter schwerverdiente 140 Mark in die Hand gedrückt, die er sicher zur Oma bringen sollte. Heute sind es schon 1500 vom Sohn selbst zusammengesparte Märker, mit denen er dem arbeitslosen und allein erziehenden Vater in der Metropole eine gefälschte Fahrerlaubnis besorgen will. Wohnen wird er nicht mehr bei der Großmutter, sondern bei einer ebenso progressiven wie schönen, moralisch integren und ökologisch bewussten Pastorin. Geblieben ist natürlich der gemeine Dieb Max Grundeis, der diabolischer als je zuvor seine Schuftigkeit durch die Zahnlücken presst. Hunderte von Kindern, angeführt von der absolut cleveren Pony Hütchen, werden sich an seine Cowboystiefel heften, ihn kreuz und quer durch die Hauptstadt hetzen und letztlich der wohlverdienten Strafe zuführen. 
Dieser Emil und diese Detektive sind anders als ihre Vorgänger, aber sehr in Kästners Sinn. Mit ihnen durch das neue große Berlin zu rappen, hätte ihm wahrscheinlich gut gefallen. 

Fotos: Constantin Film Verleih

Aufgrund der abgelaufenen Verleihrechte ist der Film momentan leider nicht buchbar!


 

Themen

Abenteuer, Familie, Fantasie, Freundschaft, Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft, Konfliktbewältigung, Literaturverfilmung, Recht und Unrecht, Selbstvertrauen, Solidarität, Vater-Sohn-Beziehung

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion

 

Kritikerstimmen

»Im modernen quirligen Berlin der Jahrtausendwende bleibt das Grundgerüst von Kästners Romanvorlage bestehen. Im Detail zeigt die Regisseurin und Drehbuchautorin Franziska Buch jedoch ihr Gespür für die Zeitlosigkeit der Story, die sie scheinbar mühelos aus den späten Zwanziger Jahren in die Moderne transportiert.« 
Andreas Framke, Deutsche Presse Agentur

»In der stark modernisierten Version des Kinderbuch-Klassikers knistert's vor Action und Spannung! Die Regisseurin schickt ihre brillanten Hauptdarsteller in eine Story voller Tempo und trifft damit das Lebensgefühl der Kids von heute.« 
Jan Wohlfahrt, TV Movie

»Emil rennt und rappt, das ist ganz amüsant ... Ansonsten bleibt Kästners Grundaussage unangetastet. Kinder sind die klügeren Menschen, weil sie spielerisch und solidarisch dem Bösen die Stirn bieten. Und die Erwachsenen sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Eine Erkenntnis, die – mit oder ohne Berlin – auch heute noch gültig ist.« 
Josef Engels, Die Welt, Berlin

»Vor allem die Spielfreude der jungen wie erwachsenen Darsteller ist beachtlich und entschädigt für manch wacklige Konstruktion. Und Pony Hütchens Begeisterung wächst einem durchaus ans Herz, sodass man ihr immer noch zustimmen kann, wenn sie ruft: ›Das ist ja besser als in der Glotze!‹«
Horst Peter Koll, film-dienst, Bonn 

»Auch in die Erwachsenen-Rollen hat die Regisseurin (und Drehbuchautorin) viel Liebe und Mühe investiert. Jürgen Vogel darf als kleinkrimineller Macker mit dämonischer Vampir-Visage einen denkwürdigen Filmschurken geben. Und Maria Schrader liefert in einer völlig neu erfundenen Rolle die köstliche Karikatur einer chronisch chaotischen Öko-Pastorin.« 
Klaus-Peter Eichele, Schwäbisches Tagblatt, Tübingen




zuletzt aktualisiert am 24.05.2017

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