Hauptnavigation

Filmernst | Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch!

Filme | Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch! | Inhalt

Unternavigation

 

Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch!
Meester Kikker

Niederlande 2016

 

 

Im Märchen wirft die Königstochter den Frosch gar garstig an die Wand. Sie ekelt sich vor dem Tier und wird doch mit einem wunderschönen Prinzen belohnt. Sita dagegen mag Frösche sehr, und es macht ihr gar nichts aus, einen zu küssen. Früh beim Zähneputzen wiederholt sie die Fakten ihres Vortrags über Frösche: »Sie gehören zur Klasse der Amphibien. Das kommt aus dem Griechischen und bedeutet: auf zwei Seiten lebend.« Da ahnt sie noch nicht, was sie damit bei ihrem Lehrer bewirken wird. Der macht wirklich guten Unterricht und ist in seiner jugendlich-lockeren Art beliebt bei den Schülern. Allerdings wird er vom neuen Direktor namens Storch recht kritisch beäugt. Dass die beiden ein bislang gut gehütetes, tierisches Geheimnis verbindet, fordert die Kinder zur Aufklärung heraus. Sitas Vortrag hatte alles ins Rollen gebracht: Beim Stichwort »Frösche« war Lehrer Frans grün geschrumpft, um schließlich zu quaken. Erst als er sich eine fette Fliege schnappte, wurde er wieder zum Menschen. Ein Glück, dass er den Schülern sein Verwandlungsschicksal anvertraut, denn nur so können sie ihm beistehen und bestärken: Sei kein Frosch, trau dich, ein guter Lehrer zu sein! 

Verständnis für verrückte Verwandlungen: tierisch komisch, zum Nachdenken ernst!

Fotos: Little Dream Entertainment, Köln


 

Themen

Familie, Fantasie, Freundschaft, Identität, Identitätswechsel, Kreativität, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Literaturverfilmung, Märchen, Schule, Tier- und Insektenwelt, Tiercharaktere, Tiere im Film, Tierliebe, Toleranz, Verantwortung, Verwandlungen, Vorurteile

 

Fächer

Deutsch, Kunst, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Unverkrampft bricht der Film auch eine Lanze für den Umgang mit Menschen, die anders sind als man selbst. Selbst die Tricktechnik verlässt sich eher auf die Fantasie der jungen Zuschauer, als dass die Mutation zum Frosch bildlich allzu lange oder eklig ausgekostet würde. Die Inszenierung hält damit auf wunderbare Weise die Balance zwischen Humor, realistischen Alltagsszenen und aufregenden Momenten, die auch kleinste Kinogänger nicht überfordern.« Rolf-Rüdiger Hamacher, film-dienst, Bonn

»Was van der Heides Film aber vor allem auszeichnet, ist sein Mut, sich dem gerade für das Grund­schul­alter bereits rele­vanten Thema des ›Anders­seins‹ auf eine verspielte und doch ernst­hafte Weise zu stellen. Denn nur die wenigsten Kinder haben in den multi­kul­tu­rellen Gesell­schaften Europas nur ›eine‹ Seite, haben verschlun­gene Genea­lo­gien, die dann und wann und ohne dass sie es wollen, zum Vorschein kommen und die gerade durch die Unter­s­tüt­zung und nicht Verdrän­gung zu einem Faktor werden kann, der nicht nur das Indi­vi­duum, sondern vor allem die Gemein­schaft stützen und schützen kann.« Axel Timo Purr, artechock.de, München

»Viel wichtiger als die Probleme der Erwachsenen … ist hier die Welt der Kinder. Und die erfahren durch das gemeinsame Beschützen des Lehrers einen besonderen Zusammenhalt, lernen, sich für andere einzusetzen und zu kämpfen. Eine idealisierte, bukolische Welt schildert der Film zwar, jedoch eine durch und durch sympathische.« Michael Meyns, programmkino.de, Osnabrück

»Das Abenteuer entwickelt eine spannende Dramatik und wirkt nicht weltfremd, sondern vielmehr auf lebhafte Weise ins Hier und Jetzt eingebettet. Dank echter Tiere vor der Kamera und eher sparsamer Spezialeffekte bekommt die Fantasie der Zuschauer viel Raum zur Entfaltung.« Bianka Piringer, spielfilm.de, Nierstein

»›Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch!‹ will halt nicht mehr sein als ein einfacher, ziemlich bezaubernder, ein wenig magischer Kinderfilm, in dessen Welt sich moderne Realität und Märchen berühren. Darin allerdings ist er mehr als erfolgreich, nie bemüht und gestelzt. Vor allem Paul Kooij bei der Balz mit einem Storchenweibchen zuzusehen, ist ein großer Spaß und ein großes Glück.« 
Rochus Wolff, kino-zeit.de, Mannheim

»Die Kinder erleben die unbeschwerte Natur, lernen mit Unwägbarkeiten umzugehen, gleichwohl aber auch Probleme zu meistern. Beinahe beiläufig werden Themen wie Freundschaft, Toleranz und Zusammenhalt angesprochen, was gar nicht früh genug vermittelt werden kann. Selbst Themen wie der nicht vorhandene Vater sind hier nicht schlimm, gleichwohl wird unterschwellig und sehr direkt die wenige freie Zeit der Mutter kritisiert, die hier eine merkliche Wandlung durchmachen muss. Genug Zeit zu haben für die eigenen Kinder, ist ungemein wichtig, was hier auch entsprechend den älteren Zuschauern vermittelt wird.« Ronny Dombrowski, cinetastic.de, Hamburg

»Erzählt wird von Freundschaft, Zusammenhalt, Tierleben, Anderssein und Vertrauen. Die Einstellungsgrößen variieren und sind den dargestellten Situationen angepasst. Der Schnitt ist auf die kindliche Zielgruppe ausgerichtet. Der Ton hat eine angemessene Lautstärke und passt gut zu den Bildern. Die Musikuntermalung unterstützt die Emotionen und Bewegungen der Charaktere. Die Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend und natürlich. Es gibt viele sympathische Charaktere und Identifikationsmöglichkeiten. Dies ist ein gelungener Kinderfilm, den wir für Kinder ab 6 Jahren und die sie begleitenden Erwachsenen empfehlen. Er ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet.« 

FBW Jugend Filmjury, Wiesbaden










zuletzt aktualisiert am 24.10.2017

Zweite Hauptnavigation