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Ab ans Meer
Pojedeme k moři

Tschechische Republik 2014

 

 

Wer davon träumt, ein großer Filmregisseur zu werden, muss klein und früh genug damit beginnen. Tomáš hat zum 11. Geburtstag von den Eltern die ersehnte Videokamera bekommen. Mit seinem kroatischen Freund Haris als Regie-Assistenten wird nun gefilmt und kommentiert, was im Leben von Jungs ihres Alters eine Rolle spielt. Sie nehmen das Elend auf dem Fußballplatz oder besser: auf der Ersatzbank ins Visier. Sie richten den Blick auf die Reize des anderen Geschlechts, zeichnen arrangierte Rendezvous auf und das irritierende Geständnis des Mädchens, wer denn ihr Herzenskandidat ist. Sie dokumentieren Geburtstagsfeiern und holen Familiengeheimnisse ans Licht: Tomáš hat Beweise, dass ihn der Vater belügt und anscheinend seine Frau betrügt. Um herauszufinden, wo er die vermutete Geliebte trifft, inszenieren die Jungs eine filmreife Auto-Verfolgung. Die Aufklärung bringt lange Verborgenes und Verschwiegenes hervor, ist im ersten Moment überraschend und verwirrend, aber letztlich entlastend und befreiend. Tomáš’ Beispiel macht auch Haris Mut, sich für die Lösung seiner familiären Probleme einer Kamera zu bedienen. Zufrieden zurück in seiner kroatischen Heimat, lädt er Tomáš im nächsten Sommer zum Urlaub am Meer ein.

Ein Film über das Filmemachen. Die kleine große Welt aus den Augen zweier Elfjähriger: originell, witzig, überraschend.

Fotos: Der Filmverleih, Stuttgart

 

Themen

Außenseiter, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Fantasie, Film im Film, Filmsprache, Freundschaft, Fußball, Heimat, Identität, Kreativität, Mut, Verlust eines Menschen, Witz, Wünsche

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion

 

Kritikerstimmen

»Ein Film, der frei von Kindertümelei oder erhobenem pädagogischem Zeigefinger die Erfahrungswelt seiner sensiblen Hauptfigur aufblättert und dabei unterschiedliche Gefühlslagen zulässt […] Ein Film über Glück und Trauer, Zweifel und Hoffnung. Ein Mutmacher, nicht nur für Elfjährige, sondern für die ganze Familie.« 
Ralf Schenk, film-dienst, Bonn

»Es sind viele kleine Geschichten, die ›Ab ans Meer‹ erzählt – wie eine ernstere und subjektivere Variante der amerikanischen Kinderfilm-Serie ›Gregs Tagebuch‹ nach den Büchern von Jeff Kinney. Dabei irritiert die ständige Präsenz der ›selbst gehaltenen‹ Kamera nur zu Beginn. Bald wird sie, überzeugend, zu Thomas’ spontanem digitalen Tagebuch […] ›Ab ans Meer‹ hat keine Pointe, kein Finale mit Täterätätä; er zeigt das Leben, wie es ist. Auf kreative und berührende Weise.«
Julius Heinrichs, Der Tagesspiegel, Berlin

»›Ab ans Meer‹ zelebriert die kindliche Kreativität – und nimmt seine Protagonisten Tomás und Haris nicht nur als (angebliche) Schöpfer des gezeigten Materials, sondern auch als Menschen mit kleinen und großen Sorgen ernst. Einerseits hat die Geschichte zwar viele heitere Momente; andererseits schreckt das Drehbuch ... nicht vor zahlreichen schwierigen Themen zurück.
Andreas Köhnemann, kino-zeit.de

»Der Kunstgriff, den Film so aussehen zu lassen, als hätten die Elfjährigen selbst die Kamera geführt und dann das Filmmaterial am heimlichen Computer geschnitten, ist eine wirkliche Neuheit im Kinderfilm. Sie vermittelt nicht nur eine außergewöhnliche Unmittelbarkeit, sondern kommt auch einer Generation entgegen, die mit den Neuen Medien aufgewachsen ist, den sogenannten ›digital natives‹.« 
José García, textezumfilm.de

»Nach dem etwas zu harmlosen Anfang (kommt) nach zehn Minuten tüchtig Schwung in die mit Formbewusstsein, Witz und erfreulicher Selbstironie erzählte Geschichte, die sich als Extrabonus für Erwachsene mit etwas Filmgeschichte schmückt  […] Dabei ist die Botschaft am Ende selbstverständlich positiv, pädagogisch wertvoll und kindgerecht.«
Silvia Hallensleben, epd film, Frankfurt/Main

»Der Film lädt die Zuschauer ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Er nimmt sie mit auf eine Reise zurück in ihre Kindheit – eine Zeit grenzenloser Begeisterung, die am Abend eines jeden Tages neue Abenteuer bereitzuhalten schien. Tomáš und Haris könnten aus Frankreich sein, aus Deutschland oder aus Spanien – im Prinzip aus jedem Ort in Europa. Ihre Jungsstreiche sind inspiriert von einer natürlichen, unbändigen Lebensfreude und bergen damit einen universellen Reiz.«
Frances Jackson, E&M (Europe & Me), Berlin



zuletzt aktualisiert am 13.07.2017

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