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Die Blindgänger

Deutschland 2004

 

Marie und Inga sind lange schon beste Freundinnen und eigentlich wie alle Mädchen ihres Alters. Nur in einer Beziehung unterscheiden sich die 13-Jährigen von den anderen: Beide sind blind und leben im Internat einer Schule für Sehbehinderte. Beide lieben sie Musik und bewerben sich für eine Schülerband in der Stadt, die Verstärkung für einen TV-Wettbewerb sucht. Von ihrem Talent zwar beeindruckt, finden die Jungs blinde Mädchen leider nicht medientauglich. Marie lässt sich jedoch von der Abfuhr der ›Guckis‹ nicht deprimieren. Ihr bislang klar geregeltes Leben verändert sich erst, als sie einen jungen Russlanddeutschen in der Schulsternwarte vor der Polizei versteckt. Herbert will - ohne Erlaubnis des Vaters - zurück in seine Heimat Kasachstan. Marie möchte ihm gern helfen, aber 500 Euro für die Heimreise sind eine Menge Geld. Verdienen möchten sie es mit Straßenmusik. Sie haben Erfolg, doch ihre Einnahmen werden von Herberts Clique geklaut. Schließlich wagen die drei einen neuen Anlauf: Heimlich wollen sie ein Musik-Video produzieren und sich als »Die Blindgänger« am TV-Wettbewerb beteiligen. Aber erneut macht ihnen Herberts kriminelle Vergangenheit einen Strich durch die Rechnung. In der fast ausweglosen Situation bekommt Marie unerwartet Hilfe von Herrn Karl, dem Internatsbetreuer. Mit seiner Unterstützung ist das Band bis zum Einsendeschluss vielleicht doch noch zu schaffen. Ein einfühlsames Plädoyer für den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Themen
Identitätsfindung, Erwachsenwerden, Rollenbilder, Vorurteile, Toleranz, Selbstvertrauen, Hoffnungen, Träume, Verantwortungsbewußtsein, Durchsetzungsvermögen, Hilfsbereitschaft, Freundschaft, erste Liebe, Emigranten, Behinderten- und Sozialarbeit

Fächer
Deutsch, Kunst, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Musik

Pressestimmen
»Bernd Sahling, der in den 80er Jahren Volontär bei der DEFA war, hat hier einen geglückten Ton für sein Thema und ganz zauberhafte Darsteller gefunden ... Das Glück dieses Films liegt vor allem darin, dass man zueinander finden kann, ohne in der gleichen Welt ankommen zu müssen.«Jan Brachmann, Berliner Zeitung

»Eindrucksvolle junge Darsteller und die sehr sensible Verknüpfung der Fabel mit der Musik als einem kreativen, schöpferischen Lebensausdruck verbinden sich mit einer ebenso poesie- wie humorvollen Geschichte, die gänzlich unaufdringlich für Verständnis und Toleranz wirbt.«
Horst Peter Koll, filmdienst Köln

»Der Film lässt lachen, der Film lässt weinen, der Film hat alles, was ein guter Film braucht!«
Helga Heilig, Mitteldeutsche Zeitung, Halle

»Ein behutsam erzählter Film, der dem Zuschauer nahebringt, was es heißt, blind zu sein und gleichzeitig von der Stärke der Blinden handelt. Ein Glücksfall für den Kinderfilm.«
Frank Arnold, tip Berlin




zuletzt aktualisiert am 19.02.2014

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