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Die Brücke

Deutschland 1959

 

 

Eine deutsche Kleinstadt, Ende April 1945: Der Krieg ist verloren, aber noch nicht vorüber. Noch immer kursieren Parolen vom Endsieg, wird das letzte Aufgebot mobilisiert, um den Feind zu stoppen. Auch sieben Gymnasiasten, gerade mal 16 Jahre alt, werden zu den Waffen gerufen. Im faschistisch-völkischen Geist groß geworden, sind sie froh, dass es endlich soweit ist und sie sich an vorderster Front beweisen und bewähren können. Ein wohlmeinender Studienrat aber möchte sie vor dem sinnlosen Verheizen bewahren. Auf seine Intervention hin bleiben sie im Heimatort, eingesetzt zur Sicherung einer Brücke, die ohnehin gesprengt werden soll.  Als die amerikanischen Panzer anrollen, geraten die Jungen in ein Inferno. Bis auf einen werden sie die grausame Un-Logik des Krieges in letzter Minute mit ihrem Leben bezahlen. 

Fotos: DIF/SDK

 

Themen

(deutsche) Geschichte, Fanatismus, Gewalt, Heldentod, Heldentum, Ideologie, Jugend, Krieg, Literaturverfilmung, Nationalsozialismus, Opferbereitschaft, Zivilcourage

 

Fächer

Deutsch, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung, Psychologie

 

Kritikerstimmen

»Eine indifferente Gestaltung hätte kaum die Entlarvung leisten können, die dem Film gelingt. Zwar haben sich Wicki (Regie) und Bonin (Kamera) im Ton, der Fotografie und im Arrangement des Dekors äußerste Objektivität angelegen sein lassen, zugleich aber sind die Wahl des Bildausschnittes und die Montage von zugreifender Präzision.«
Enno Patalas, Filmkritik, Frankfurt/Main (1959) 

»Manche Zuschauer sehen weg. Sie haben unrecht. Wir haben zu oft weggesehen.« 
Hans-Dieter Roos, Süddeutsche Zeitung, München (1959)

»Sie verteidigen diese Brücke, weil es auch ihr Kinderspielplatz ist. Da sind sie aufgewachsen. Das ist eine ganz andere Weichenstellung. Ich konnte den Film nur als Antikriegsfilm machen, indem ich wesentliche Teile nicht in der Handlung, sondern in der Haltung verändert habe.« Bernhard Wicki

»If anyone still needs to be told so, it carries the message: War is hell.« 
Bosley Crowther, The New York Times (1961)

»Es sind Aufnahmen von bemerkenswerter Intensität, eingefangen mit kargem, vom Ausdruck der dreckverschmierten, ängstlichen Gesichter fast zärtlich gemildertem Pathos. Die vielleicht härtesten Schwarzweißbilder des deutschen Films.« 
Tobias Radlinger, Schnitt – Das Filmmagazin, Köln (2012)



zuletzt aktualisiert am 11.11.2013

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