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Der blaue Tiger
Modrý tygr

Tschechien/Deutschland/Slowakei 2012

 

 

Die neunjährige Johanka hat eine blühende Fantasie. Ganz normal halt, ist doch der exotische, die Vorstellungskraft beflügelnde Botanische Garten ihr Zuhause. Hier lebt sie mit der Mutter und ihrem besten Freund Matyáš, dem Sohn des schrulligen Gärtners. Die grüne Oase inmitten der Großstadt scheint aus der Zeit gefallen, sie zieht nur noch wenige Besucher an. Der macht- und medienversessene Bürgermeister will das altmodische Refugium abreißen und statt dessen ein monströses Vergnügungs- und Kommerzzentrum hinklotzen. Um das zu verhindern, braucht es ein Wunder! Könnte es der blaue Tiger sein, der alle plötzlich in Aufruhr versetzt – oder ist er nur eine Sinnestäuschung? 

Fotos: farbfilm Filmverleih




 

Themen

Andersartigkeit, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Fauna, Filmsprache, Filmtrick, Heimat, Identität, Natur, Ökologie, Paradies, Stadtumbau, Toleranz, Umwelt- und Artenschutz, Verwandlungen, Vorurteile, Werte, Widerstand, Zivilcourage

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»›Der blaue Tiger‹ lebt weniger von einer ausgefeilten Geschichte oder dramatischen Verwicklungen, als von seiner magischen Atmosphäre. Mit einfachen Mitteln – etwa einer punktuell eingesetzten Fischaugenoptik oder extremen Untersichten, die die Perspektive der Kinder andeutet – entsteht eine Welt, die der unseren ähnelt, aber doch eher eine kindliche Phantasiewelt ist.« 
Michael Meyns, programmkino.de

»Es ist weniger ein äußeres als ein inneres Sehen, das hier aktiviert wird, gespeist aus Ängsten, aber eben auch Träumen. Kinder dieser gleichsam meditativen Ruhe zu überlassen, in der sich ein anderer Blick entwickelt, könnte sich für manchen unruhigen jungen Zappelphilipp als eine gute Kur erweisen.  […] Fazit: ›Der blaue Tiger‹ ist ein wunderbares Geschöpf der Phantasie, das den Zuschauer lehrt, diese zu gebrauchen und in sie einzutauchen.
Andreas Günther, filmstarts.de

»Gänzlich antimodern ist der Film dabei natürlich doch nicht. Aber er gestattet sich die Auszeit von der Schnelllebigkeit, den hektischen Blicken, die auch den Kinderfilm oft genug durchziehen, um sich ganz ausführlich und mit großer Ruhe einer Phantasiewelt zu widmen, die ihren Zauber nicht aus Kampf und Action, sondern aus Wachstum, Veränderung und Farben bezieht. Und das wird, auch ohne jedes Geknalle, nie auch nur für einen Moment langweilig.
Rochus Wolff, kino-zeit.de

»Vielleicht wollte Oukropec dem Überwältigungskino eine betont meditative Erzählweise gegenüberstellen, die kleine Zuschauer innehalten lässt und in eine Welt entführt, die in ihrer medialisierten Umgebung abhanden zukommen droht. […] Kein ›Paradies‹ ist von Dauer. Doch wenn man das dort erlebte Glück in seinem Herzen bewahrt, wird man es auch andernorts finden, wenn man gute Freunde hat.« 
Rolf-Ruediger Hamacher, film-dienst, Bonn

»Ein Plädoyer für die Macht der Fantasie. Außerdem verteilt er kritische Seitenhiebe auf Phänomene der modernen Gesellschaft, wie der sterilen Stadterneuerung und dem Streben nach dem schönen Schein.«
Bianka Piringer, spielfilm.de





zuletzt aktualisiert am 17.12.2015

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