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7 Jungfrauen
7 Vírgenes

Spanien 2005

 

 

Inhalt

48 Stunden Freigang aus dem Jugendknast: Der 16-jährige Tano darf raus zur Hochzeit seines Bruders. Als der ihn abholt, gibt er dem Jüngeren einen vernünftigen Rat: Er solle sich vorsehen und bloß nichts ausfressen! Tano aber gedenkt die kurze Zeit der Freiheit auszukosten: mit den Kumpels durchs Viertel ziehen, Spaß haben mit Sex und Alkohol. Der Bruder und die Familie sind ihm zwar wichtig, ganz besonders liebt er seine Oma, doch die Bindung an die Clique und die Freundschaft mit Richi sind stärker. Fast zwangsläufig, dass sie bei ihrem Treiben wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Allerdings offenbaren sich unter der harten Schale der Jungs, ihrem gewaltbereiten und großkotzigen Machogehabe, große Verletzlichkeit und tiefe Verunsicherung. Was wird aus Tanos Beziehung zu Patri, verschweigt sie ihm nicht etwas? Wird er wieder ausrasten, wenn ihn der Frust übermannt? Was folgt nach dem Rausch? Vor allem Richie möchte gern wissen, was die Zukunft bringt oder ob es immer so weitergeht. Das traditionelle andalusische Spiel von den sieben Jungfrauen könnte Aufschluss bringen: Man stellt zwei Kerzen vor einem Spiegel auf und starrt festen Blickes eine Minute lang hinein. Das Konterfei prophezeit, was sein wird – ohne Gewähr für Hoffnungen und Chancen. Richis plötzlicher Tod konfrontiert Tano mit der ganzen Härte des Lebens. 

Die Zukunft im Spiegel: Ein scharfer Blick auf soziale Realitäten, mit individueller und gesellschaftlicher Verantwortung.

Es el día del casamiento de su hermano, y al preso Tano de 16 años le dan permiso de salir por 48 horas de la cana. Al buscarlo le advierten que no haga tonterías. Sin embargo, Tano quiere disfrutar de esta pequeña libertad. En vez de ir a la boda junto a su amigo Richi dan una vuelta por las calles veraniegas de Sevilla. Pronto los sigue la seguridad de un centro comercial donde Richi ha robado una cartera. De a poco se ve el miedo y la inseguridad profunda detrás de las poses atrevidas y machistas de los jóvenes. Cómo seguirá el amor entre Tano y Patri? Se enfurecerá otra vez más cuando le vencen la frustración y la agresión? Duro y directo sin patetismo falso y compasión hipócrita la película muestra el mundo juvenil del barrio: Una mirada andaluza a la transición de la infancia a la adolescencia.


Fotos: Kool Filmdistribution



 

Themen

(erste) Liebe, (Jugend-)Kriminalität, Aberglaube, Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft, Geschlechterrollen, Gewalt, Identität, Jugend, Moral, Sexualität, Werte, Zukunftsperspektiven

 

Fächer

Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Sozialkunde, Spanisch

 

Kritikerstimmen

 »Eine authentische und mit viel Leidenschaft vorgetragene Geschichte über das Erwachsenwerden.« 
Marcus Wessel, Programmkino.de

 »Die Tragik einer Jugend auf der Straße, das hat man schon öfter gesehen. Allerdings findet selten ein Regisseur so schön die Mitte zwischen sozialer Realität und Zärtlichkeit, die den Randfiguren innewohnt.« 
Sandra Zistl, Sächsische Zeitung, Dresden

»›7 Jungfrauen‹ spiegelt eine soziale Wirklichkeit, ohne mit dem Zeigefinger zu moralisieren. Der Film porträtiert die Wirklichkeit zerrütteter Familien und sozialer Randgruppen, in denen nur noch das Recht des Stärkeren gilt.« 
Wolfgang M. Hamdorf, film-dienst, Bonn

»Unaufdringliche Mischung aus einem rauen Drama und bisweilen dokumentarisch anmutenden Szenen, die auf einer glaubwürdigen Milieuschilderung aufbaut.« 
Nana A.T. Rebhan, arte.tv

»Den beiden Nachwuchskräften Juan José Ballesta und Jesús Carroza gelingt es fabelhaft, in ihren Figuren gleich drei gegensätzliche Charakterzüge zu vereinen: den gewalttätigen Schuft, den grünschnabligen Lausbuben sowie den fürsorglichen Enkel.« 
Sebastian Gosman, Schnitt – Das Filmmagazin, Köln



zuletzt aktualisiert am 10.03.2014

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