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Das Schulgespenst

DDR 1987

 

 

Quicklebendig, manchmal aber höchst eigensinnig: Carola Huflattich ist wirklich kein Mädchen der braven Art. Nicht nur, wenn sie kategorisch Röcke ablehnt, hat die Mutter Grund zum Tadeln der Tochter. Auch in der Schule fällt Carola weniger durch Disziplin und Lernerfolge auf, selbst Freund Willi kann ihr mit Vorsagen kaum noch weiterhelfen. Ein guter Geist müsste her - und so kommt ihr ›Buh‹ aus dem Gerümpel des Schulkellers wie gerufen. Die physikalischen Gesetze scheinen für ihn nicht zu gelten: ›Buh‹ kann fliegen, durch Schlüssellöcher schlüpfen und sich sogar unsichtbar machen. Verlockend für Carola wäre daher ein Rollentausch. Kraft eines Spiegels gelingt die Verwandlung. ›Buh‹ wird - in Gestalt Carolas - zu einer mit Schleifchen und Röckchen adrett ausstaffierten Schülerin. Lammfromm und fleißig, versetzt das artige Kind alle in höchstes Erstaunen. Die wirkliche Carola dagegen treibt mit Wonne als Schulgespenst ihren Schabernack. Doch schneller als gedacht verliert der Hokuspokus seinen Reiz. Schon bald sehnt sich Carola in ihre eigene Haut zurück. ›Buh‹ allerdings hat Gefallen gefunden am wirklichen Leben, und so muss schließlich der besonnene Schulfreund Willi ran, um dem gerissenen Gespenst beizukommen.

Trickreich und fantastisch: ein über die Jahrzehnte junggebliebenes Gegenwartsmärchen, ein Kinderfilm-Klassiker von Rolf Losansky mit einem musikalischen Ohrwurm von Reinhard Lakomy.

Fotos: FILMERNST-Archiv, DEFA-Skoluda



 

Themen

DDR, DEFA-Klassiker, Familie, Fantasie, Filmtrick, Freundschaft, Geschlechterrollen, Identität, Identitätswechsel, Literaturverfilmung, Rollenbilder, Schule, Spukgeschichten, Verhaltensmuster, Zeitgeschichte

 

Fächer

Darstellen und Gestalten, Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion

 

Kritikerstimmen

»Rolf Losansky inszenierte ... einen Film voller Poesie und Witz; souverän wird die Alltagsrealität von Kindern phantasievoll gebrochen, ins Komödiantische und Ironische übersteigert. Viele Szenen sind auf Pointen hin geschrieben; der Film hat ein enormes Tempo: von der ersten Sekunde an dominieren kurze, präzise Einstellungen, die moderne Sehgewohnheiten berücksichtigen. Reinhard Lakomy komponierte ein Titellied, das ins Ohr geht; und alle Darsteller - einschließlich der vorzüglich ausgewählten und geführten Kinder - spielen mimisch und gestisch ausdrucksstark, oft sympathisch überdreht.«
Ralf Schenk, Die Weltbühne, Berlin

»Rolf Losansky kann nicht nur phantastisch gut mit Kindern arbeiten, er weiß auch, welches Maß an Spaß, an Überraschung, an Absonderlichem Kinder nun einmal auf der Leinwand erwarten. ›Das Schulgespenst‹ hat von jedem eine Menge: kurze, rasche Schnitte, Szenen mit Humor und Frechheit und solche mit Tumult. Alles ist wohldosiert und wohltemperiert zu einem poetischen Ausflug in jenen wunderbaren Landstrich zwischen kindlichen Wunschträumen und Alltagsrealität gemixt. Kein Stolpern über pädagogische Moralstöckchen, keine Belehrung nach Punkten.«
Norbert Wehrstedt, Mitteldeutsche Neueste Nachrichten, Leipzig

»Viele Überraschungen, manche heiter-ernste Verwicklung, vergnügliche filmische Einfälle, Phantasie und Leichtigkeit zeichnen diesen Streifen aus. Seine Quintessenz: das wichtigste ist doch, sich selber treu zu bleiben.«
Ehrentraud Novotny, Berliner Zeitung

» … ein hübscher Film mit malerischen Bildern. Er hat Witz, Spannung und fängt Kinderbuchpoesie ein. Das Gespenst ist kein Monster, das einem Ufo entsteigt, sondern sieht aus, als stamme es aus der Zeichentrickkiste, mit naiver Feder gemalt.« 
Bettina Naber, Hamburger Abendblatt


zuletzt aktualisiert am 19.03.2014

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