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Karla

DDR 1965

 

Inhalt
Voller Enthusiasmus tritt die junge Hochschulabsolventin Karla Blum ihre Stelle als Lehrerin in einer mecklenburgischen Kleinstadt an. Sie will ihre Schüler zu selbständigem und kritischem Handeln erziehen. Schnell stößt sie bei Direktor Hirte und dem Kollegium an ihre Grenzen. Karlas Ideale stehen in klarem Gegensatz zu den Grundsätzen sozialistischer Erziehungsziele. Auch ihre Liebesbeziehung zu dem kritischen Journalisten Kaspar stößt bei der Schulbehörde auf Ablehnung. Karla passt sich kurzzeitig an, doch ihre Ideale sind stärker und sie gibt nicht auf, gegen den allgemeinen Opportunismus aufzubegehren. Als Konsequenz wird sie am Ende des Schuljahres zwangsversetzt. Wie fast die gesamte DEFA-Jahresproduktion 1965/66 fiel auch ›Karla‹ dem 11. Plenum des ZK der SED zum Opfer. Der Endschnitt des Films wurde schließlich verboten.

Fächer
Deutsch, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung

Themen
Kunst und Ideologie, Freiheit und Demokratie, Bildungs- und Erziehungsziele, Filmpolitik, Filmzensur, Autorität, Idealismus, Moral

Pressestimmen
»In ›Karla‹ wird der vereinte Reformwille deutlich, der das Gros der ›Verbotsfilme‹ veranlasst hatte, der Borniertheit der Dogmatiker eine eigenständige Bereitschaft für das Land entgegenzuhalten und Bündnisse mit einsichtsvollen Altkommunisten zu schmieden.«
Wolfgang Gersch


»›Karla‹ beschwor einen ästhetischen und inhaltlichen Neuanfang, auch gegen die noch immer lebendigen Ufa-Traditionen, und verweigerte sich den Vorgaben der Partei-Ästheten und Sozialistischen-Realismus-Diktatoren. Sie wussten nicht, wovon sie redeten.›Karla‹
Egon Günther, Berliner Zeitung

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