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Der Vorleser

Deutschland 2008

 

Inhalt
Ende der 50er Jahre in der deutschen Provinz. Der 15-jährige Michael Berg ist an Gelbsucht erkrankt. Nach einem Blackout hilft ihm die Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz auf die Beine. Monate später, als Michael wieder gesund ist, besucht er Hanna, um sich zu bedanken. Während er sie heimlich beim Umziehen beobachtet, entwickelt der Schüler erotische Träume und Phantasien für die Frau, die doppelt so alt ist wie er. Hanna überrascht Michael mit ihrer
Begeisterung für Bücher und lässt sich stundenlang von ihm vorlesen. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre – bis Hanna eines Tages spurlos verschwindet. Erst Jahre später sieht Michael sie zufällig wieder. Er verfolgt als Jura-Student einen Kriegsverbrecherprozess. Hanna sitzt auf der Anklagebank und muss sich für ihre Taten als KZ-Wärterin verantworten.

Fächer
Deutsch, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Psychologie, Philosophie

Themen
Nationalsozialismus, NS-Verbrechen, Holocaust, Vergangenheits- und Konfliktbewältigung, Schuld und Verantwortung, Identitätsfindung, Generationsbeziehungen, Ethik, Moral, Recht und Gerechtigkeit, Analphabetismus, Kommunikation, Sexualität, Literaturverfilmung

Pressestimmen
»Sparsamer als im Buch wird der Zuschauer auf das Geheimnis, die große Schwäche dieser Frau gestoßen, die ihre Unfähigkeit zu lesen und zu schreiben, ihr Manko in der Gesellschaft zu kommunizieren, letztlich zu fürchterlichen Taten treibt. Das zu beurteilen und daraus ein durchaus differenziertes Täterbild zu gewinnen, ist Schulstoff und beschädigt die moralische Verurteilung nicht.«
Hannelore Heider, Deutschlandradio Kultur


»Ein Film mit eminent europäischer Sensibilität, der in seinem Thema mehr Schattierungen von Grau entdeckt, als sich jener Gut/Böse-Ort namens Hollywood auch nur vorzustellen vermag. Der Schlüssel zu diesen Grautönen ist Kate Winslet, die verführerisch sein kann und abweisend, einsichtig und verschlossen, monströs und banal.«
Hans-Georg Rodek, Die Welt, Berlin



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