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Filmernst - Sehend lernen - Die Schule im Kino

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Lehrer-Casting

… ist mal wieder (in der Neuen Zürcher Sonntagszeitung) mit einer ganzen Latte schulischer Reformvorschläge ins Rampenlicht getreten. »Wir müssen es anders machen«, sagt er, »weil die Digitalisierung die Gesellschaft fundamental verändern wird«.

Auf die Frage, wie der Unterricht künftig organisiert sein soll, gibt er zur Antwort: »Ich würde die Klassenverbände auflösen, möglicherweise nach dem sechsten Schuljahr, und stattdessen Lernhäuser schaffen nach dem englische College-System. Man gehört dann während seiner ganzen Schullaufbahn dem gleichen Lernhaus an und wird von denselben Lehrkräften betreut. Jedes Kind arbeitet in seinem eigenen Tempo. Und der Unterricht folgt weniger einer künstlichen Einteilung nach Fächern, sondern ist stärker projektorientiert. Kinder beschäftigten sich mit dem, was sie interessiert.« Die Noten würde Precht abschaffen, die Fächer zum großen Teil.

Lehrer sollten wie in einer Casting-Show ausgewählt werden: »Jeder angehende Lehrer soll nach dem Studium in einer Probelektion ein paar hundert Schülern ein Thema aus seinem Fach näherbringen. Nach zwei Minuten werden Sie wissen, ob der Kandidat Lehrer werden sollte oder nicht. Es geht darum, wie man dasteht, redet, Farbe in sein Thema bringt.«

Aber da Philosophen die Welt ja interpretieren und nicht verändern müssen, wollen wir uns über die Prechtschen Gedanken und Anregungen überhaupt nicht lustig machen, sondern sie zum Nach- und Weiterdenken empfehlen. Der Fortschritt ist eine Schnecke …

Wie man kreativ, aber weit unter jedem Niveau Potentiale entfalten und den Kanon des Literaturunterrichts mit Klopapier einwickeln kann, zeigt dieses Video vom Künstlerkollektiv »Frankfurter Hauptschule«. Hier hat einfach ein guter Lehrer, eine gute Lehrerin gefehlt. Note 5, setzen!

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