Willkommen bei FILMERNST, dem brandenburgischen Portal für schulische Filmbildung.
Jahrelang sind die brutalen Zeichen falsch gedeutet worden. Verfassungs-schutz und Geheimdienste waren offenkundig mit Blindheit geschlagen. Nun ist das Entsetzen groß angesichts der rechtsradikalen Blutspur durch das Land. Aber wer nicht wegschauen wollte, der konnte die Gefahren auch sehen: Wie David Wnendt, der jahrelang in der rechtsradikalen Szene recherchierte. Jetzt kommt sein Spielfilm-Debüt »Kriegerin« in die Kinos.
Norwegisch beginnt FILMERNST 2012 für die jüngeren Jahrgangsstufen: Mit dem Wichtelabenteuer: »Magic Silver – Das Geheimnis des magischen Silbers« und der Pubertäts-Komödie »Anne liebt Philipp« gibt es vielfach ausgezeichnetes skandinavisches Kinderkino: Immer wieder neu und immer wieder anders, was so alles schief gehen kann zwischen Himmel-hochjauchzend und zu Tode betrübt – auch und gerade beim ersten Mal.
Im ernst: Den Namen Friedrich werden wir im Januar und wohl auch das ganze Jahr 2012 über so oft hören, dass wir überhören könnten, welch’ kluge Gedanken uns der Große König auf lange Sicht übermittelt hat. Mit dem filmernsten Neujahrsgruß wollen wir schon mal auf den fürstlichen brandenburgischen Bildungsauftrag verweisen – damals wie heute. In diesem Sinne: Feiern Sie alle feste für Friedrich – und nehmen Sie auch im neuen Jahr unsere Filme ernst!
Das Kino kam erst nach seiner Zeit, aber die siebte Kunst hätte ihm bestimmt gefallen. Zumal er ja bald ein Leinwandstar wurde: 16 Filme machten den UFA-Schauspieler Otto Gebühr zur Inkarnation des Großen Königs. Aber auch die DEFA hatte ihren Fridericus Rex: zum ersten Mal 1972 in Erwin Strankas »Die gestohlene Schlacht«. Der knorrig-imposante Herwart Grosse (Bild links) verkörpert hier Friedrich II. Die Komödie basiert auf der »Historischen Nachricht von dem berüchtigten Gauner« mit markantem Namen. Unsere filmernste Preisfrage: Wie hieß das von Manfred Krug gespielte Schlitzohr?
Tourette-Syndrom, Magersucht, Sauberkeitswahn: Das Trio in »vincent will meer« muss sich auf der Flucht nach Italien mit seinen Krankheiten, Ticks und Zwängen zusammenraufen. Die Schülerinnen und Schüler vom Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner nutzten nach der Filmvorführung die Gelegenheit, den Ernst der Komödie zu ergründen. Zu Gast im Movieland Erkner war Dr. Maike Pellarin, Chefärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Potsdam. Fragen gab es eine ganze Menge:
»In der Lausitz sterben die Kinos aus« – dieser Alarmruf ging vor drei Jahren durch die Lokalpresse, als die Spreewald-Lichtspiele in Lübben dichtmachten. Einmal zu, immer zu, so lautet eigentlich die traurige Regel. Nun aber gibt es wunderbare Nachrichten: Dank des großen Engagements der filmbegeisterten Familie Hahn laufen auch in Lübben wieder Filme auf der großen Leinwand! Immerhin 100 Plätze fasst der Saal – und Kino für Kinder und Jugendliche soll fester Bestandteil des Programms sein. FILMERNST ist natürlich wieder mit dabei!
Von Anfang an gehören die Kinos in der Uckermark zu den aktivsten FILMERNST-Partnern. Für manche Schulen in der Region aber ist der Weg nach Prenzlau, Templin oder Schwedt ziemlich weit. Um auch ihnen die Teilnahme an den FILMERNST-Veranstaltungen oder der SchulKinoWoche zu erleichtern und sie bei den zusätzlichen Fahrtkosten zu unterstützen, schreibt die Sparkasse Uckermark schon seit ein paar Jahren einen 1000-Euro-Scheck aus. FILMERNST bedankt sich ganz herzlich für die freundliche Unterstützung – und hofft auf weiter steigende Besucherzahlen in der Uckermark.
Es war ein weiter Weg vom Bodensee nach Brandenburg, aber er hat sich gelohnt für Johannes Schmid. Für einen Tag unterbrach er seine Theaterproben in Konstanz, um im Potsdamer Filmmuseum dabei zu sein bei der Eröffnung der Brandenburger SchulKinoWochen. Bildungsministerin Martina Münch hatte in ihrer offiziellen Eröffnung »Filme, die ins Herz treffen« angekündigt. »Wintertochter« war dafür ein wunderbarer Auftakt – mit einem vollen Saal, einem begeisterten Publikum und vielen Fragen nach der Vorführung.
Ob im Kosovo, in Ruanda oder im Nahen Osten: Kriege nehmen Kindern ihre Eltern und lassen sie ein Leben lang unter furchtbaren Erinnerungen leiden. Der iranische Film »Bad o Meh – Wind und Nebel« widmet sich auf beeindruckende Weise solch einem Schicksal. Regisseur Mohammad Ali Talebi erzählt seine Geschichte aus Sicht eines fünfjährigen Iraners, der bei einem irakischen Angriff die Mutter verlor, fortan nicht mehr spricht und erst über die Sorge um eine weiße Wildgans wieder ins Leben zurückfindet. Drei FILMERNST-Termine für dieses preisgekrönte Filmerlebnis:
Es ist noch etwas Luft nach oben: 2010 zählten wir bei den 185 Veranstaltungen der SchulKinoWochen rund 17.500 Gäste. In diesem Jahr sind wir kurz davor – und starten jetzt zum Dezember-Endspurt. Wir freuen uns über weitere Nachfragen und Buchungen.
Eintrittspreis pro Schülerin/Schüler bei regulären Veranstaltungen € 3,00 – für Wunschfilme und Sondervorstellungen nach telefonischer Vereinbarung mit dem FILMERNST-Kinobüro. Zwei Begleitpersonen pro Klasse erhalten freien Eintritt.
An Ehrungen und Auszeichnungen fehlt es ihm gewiss nicht. Letzte Woche kam eine ganz besondere hinzu: Der Preis für Verdienste um die deutsche Filmkunst, verliehen von der DEFA-Stiftung. »Bis heute«, so heißt es in der Begründung, »arbeitet Losansky mit Kindern zu Themen und Problemen seiner Filme und leistet damit einen großen Beitrag zur medien-pädagogischen Arbeit in Deutschland«. FILMERNST kann das nur bestätigen: Agil und aktiv reist er durch die Lande und zeigt mit Begeisterung seine Filme.