Weil sie wissen, was sie tun: Schauspieler küren Schauspieler. Während der Berlinale vergab der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler erstmals seine Auszeichnungen. Alina Levshin konnte sich über den ›Überraschungspreis‹ als beste Nachwuchsschauspielerin freuen. Wie gut sie die Rolle der rechtsradikalen Marisa in »Kriegerin« verkörpert, davon kann man sich im FILMERNST-Programm überzeugen.
Zur Berlinale 2011 wurde »Bad o Meh« mit dem »Cinema fairbindet«-Preis ausgezeichnet. Im Herbst war das iranische Meisterwerk auf bundesweiter Kinotour. FILMERNST betreute die Stationen im Land Brandenburg und bereicherte die Arbeit mit dem Anti-Kriegsfilm durch intensive Workshops. Nun steht »Bad o Meh – Wind und Nebel« als Auftakt der künftigen Kooperation zwischen FILMERNST und dem Cottbuser »Weltspiegel«.
Norwegisch beginnt FILMERNST 2012 für die jüngeren Jahrgangsstufen: Mit dem Wichtelabenteuer: »Magic Silver – Das Geheimnis des magischen Silbers« und der Pubertäts-Komödie »Anne liebt Philipp« gibt es vielfach ausgezeichnetes skandinavisches Kinderkino: Immer wieder neu und immer wieder anders, was so alles schief gehen kann zwischen Himmel-hochjauchzend und zu Tode betrübt – auch und gerade beim ersten Mal.
Im ernst: Den Namen Friedrich werden wir wohl das ganze Jahr 2012 über so oft hören, dass wir überhören könnten, welch’ kluge Gedanken uns der Große König auf lange Sicht übermittelt hat. Mit dem filmernsten Neujahrsgruß wollten wir schon mal auf den fürstlichen brandenburgischen Bildungsauftrag verweisen – damals wie heute. In diesem Sinne: Feiern Sie alle feste für Friedrich – und nehmen Sie auch 2012 unsere Filme ernst!
Friedrich Filmstar: Das Kino kam erst nach seiner Zeit, aber die siebte Kunst hätte ihm bestimmt gefallen. Zumal er ja bald ein Leinwandstar wurde: 16 Filme machten den UFA-Schauspieler Otto Gebühr zur Inkarnation des Großen Königs. Aber auch die DEFA hatte ihren Fridericus Rex: zum ersten Mal 1972 in Erwin Strankas »Die gestohlene Schlacht«.
Tourette-Syndrom, Magersucht, Sauberkeitswahn: Das Trio in »vincent will meer« muss sich auf der Flucht nach Italien mit seinen Krankheiten, Ticks und Zwängen zusammenraufen. Die Schülerinnen und Schüler vom Carl-Bechstein-Gymnasium Erkner nutzten nach der Filmvorführung die Gelegenheit, den Ernst der Komödie zu ergründen. Zu Gast im Movieland Erkner war Dr. Maike Pellarin, Chefärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Potsdam. Fragen gab es eine ganze Menge:
»In der Lausitz sterben die Kinos aus« – dieser Alarmruf ging vor drei Jahren durch die Lokalpresse, als die Spreewald-Lichtspiele in Lübben dichtmachten. Einmal zu, immer zu, so lautet eigentlich die traurige Regel. Nun aber gibt es wunderbare Nachrichten: Dank des großen Engagements der filmbegeisterten Familie Hahn laufen auch in Lübben wieder Filme auf der großen Leinwand! Immerhin 100 Plätze fasst der Saal – und Kino für Kinder und Jugendliche soll fester Bestandteil des Programms sein. FILMERNST ist natürlich wieder mit dabei!
Von Anfang an gehören die Kinos in der Uckermark zu den aktivsten FILMERNST-Partnern. Für manche Schulen in der Region aber ist der Weg nach Prenzlau, Templin oder Schwedt ziemlich weit. Um auch ihnen die Teilnahme an den FILMERNST-Veranstaltungen oder der SchulKinoWoche zu erleichtern und sie bei den zusätzlichen Fahrtkosten zu unterstützen, schreibt die Sparkasse Uckermark schon seit ein paar Jahren einen 1000-Euro-Scheck aus. FILMERNST bedankt sich ganz herzlich für die freundliche Unterstützung – und hofft auf weiter steigende Besucherzahlen in der Uckermark.
Es war ein weiter Weg vom Bodensee nach Brandenburg, aber er hat sich gelohnt für Johannes Schmid. Für einen Tag unterbrach er seine Theaterproben in Konstanz, um im Potsdamer Filmmuseum dabei zu sein bei der Eröffnung der Brandenburger SchulKinoWochen. Bildungsministerin Martina Münch hatte in ihrer offiziellen Eröffnung »Filme, die ins Herz treffen« angekündigt. »Wintertochter« war dafür ein wunderbarer Auftakt – mit einem vollen Saal, einem begeisterten Publikum und vielen Fragen nach der Vorführung.
Es ist noch etwas Luft nach oben: 2010 zählten wir bei den 185 Veranstaltungen der SchulKinoWochen rund 17.500 Gäste. In diesem Jahr sind wir kurz davor – und starten jetzt zum Dezember-Endspurt. Wir freuen uns über weitere Nachfragen und Buchungen.
Eintrittspreis pro Schülerin/Schüler bei regulären Veranstaltungen € 3,00 – für Wunschfilme und Sondervorstellungen nach telefonischer Vereinbarung mit dem FILMERNST-Kinobüro. Zwei Begleitpersonen pro Klasse erhalten freien Eintritt.
An Ehrungen und Auszeichnungen fehlt es ihm gewiss nicht. Letzte Woche kam eine ganz besondere hinzu: Der Preis für Verdienste um die deutsche Filmkunst, verliehen von der DEFA-Stiftung. »Bis heute«, so heißt es in der Begründung, »arbeitet Losansky mit Kindern zu Themen und Problemen seiner Filme und leistet damit einen großen Beitrag zur medien-pädagogischen Arbeit in Deutschland«. FILMERNST kann das nur bestätigen: Agil und aktiv reist er durch die Lande und zeigt mit Begeisterung seine Filme.
86 Anmeldungen gab es und letztlich 75 Teilnehmer: dreimal mehr als im vergangenen Jahr. Der Aachener Filmpädagoge Manfred Rüsel vermittelte im Potsdamer Filmmuseum auf anschauliche Weise Grundlagen der Filmanalyse. Er verknüpfte die Theorie mit eigenen schulischen Erfahrungen und zeigte, wie Filmarbeit, das Sehen und das Machen, in den Unterricht einzubringen ist: manchmal auch auf einfachste Weise mit Wasserflaschen als Kameras. Andere Perspektiven ...
Am Anfang gab es eine gute Idee und die filmernste Anfrage von Mareike Schulz, Sozialarbeiterin an der Hennigsdorfer »Adolph-Diesterweg«-Oberschule: »Wir möchten gern einen Projekttag im Kino gestalten, uns Filme zu einem bestimmten Thema anschauen und anschließend darüber diskutieren. Was wir suchen, ist ein Veranstalter, der für die medienpädagogische Begleitung und Vertiefung sorgt.«