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Sonita

Deutschland/ Iran/ Schweiz 2015

 

 

In einem Popsong haben ihr zu wenig Worte Platz. Rap ist für Sonita die Alternative. Als Kind musste sie mit vielen Geschwistern vor den Taliban aus der afghanischen Heimat fliehen. Elf Jahre lebt sie illegal in Teheran, sorgt als Kind selbst für den Unterhalt, findet Hilfe bei einer NGO. Mit 14 wird ihr klar, dass Musik ihr Leben bestimmen soll. Am liebsten hätte sie Rihanna und Michael Jackson als Eltern. Mädchenträume von Glück und Geld – und der feste Vorsatz, in einem Tonstudio einen Song aufzunehmen. Doch plötzlich soll sie zurück nach Afghanistan. Die Familie will sie für 9.000 Dollar an einen Mann verhökern, weil Sonitas Bruder genau diese Summe braucht für den eigenen Brautkauf. Sonita wehrt sich gegen die Zwangsehe, fordert die Regisseurin heraus: »Kauf du mich doch!« – und provoziert damit eine künstlerische wie menschliche Gewissensentscheidung.

»Bride for Sale«: Sonitas Song und der Film sind herzergreifend!

Fotos: Real Fiction Filmverleih, Köln



 

Themen

Dokumentarfilm, Familie, Familien-, Geschwister- und Generationsbeziehungen, Gender, Geschlechterrollen, Heimat, HipHop, Identität, Individualität, Iran, Islam, Konventionen, Migration, Musik, Rebellion, Religion, Selbstverwirklichung, soziale Netzwerke, Tradition, Werte, Zivilcourage, Zwangsehe

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Musik, Politische Bildung

 

Kritikerstimmen

»Eine packend erzählte Geschichte mit einer charismatischen Hauptfigur, der man nur zu gerne gönnt, jeden weiteren Kampf für sich zu entscheiden.«
Sarah Stutte, medientipp.ch

»Wäre das Hollywood, wir würden es als kitschig und unglaubwürdig finden. Aber so ist ›Sonita‹ ein Film, der uns etwas zurückgibt, was wir gerne durch die Weltlage vergessen: Hoffnung.« Thorsten Mack, NDR Kulturjournal

»Die Dynamik der Ereignisse kommt ohne Off-Kommentare, Verkitschung oder symbolischen Überhöhung der Hauptfigur aus. Sonitas unbedingter Wille zur Freiheit bestimmt das emotionale Klima des Filmes, dazu die Solidarität starker Frauen im Kampf um Selbstbehauptung.«
Eric Mandel, kunst+film, Berlin



zuletzt aktualisiert am 11.01.2017

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