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Das fliegende Klassenzimmer

Deutschland 2002

 

 

Anders als erwartet, freundet sich der Neue schnell mit den anderen Jungs aus seinem Schlafsaal an. Der besonnene Martin und der schmächtige Uli, der experimentierfreudige Kreuzkamm junior und der stets hungrige Kraftprotz Matz nehmen Jonathan bald schon zu ihrem Geheimtreff auf einem brachliegenden Grundstück mit, wo sie aber von einem mysteriösen Mann überrascht werden. Auch er verfügt über einen Schlüssel zum alten Eisenbahnwaggon – und hat offenbar ältere Rechte an diesem Platz und jede Menge Erinnerungen. Der schweigsame ›Nichtraucher‹ ist aber nicht der einzige, der Jonathan und seinen Freunden zu schaffen macht. Auch die nicht im Internat wohnenden, von der hübschen Mona angeführten ›Externen sorgen für ständigen Zoff. Richtig aufregend wird es, als die Jungs in ihrem Versteck zufällig auf den Text eines Theaterstücks – »Das fliegende Klassenzimmer« – stoßen. Genau das Richtige für die anstehende Weihnachtsaufführung, finden sie - und ahnen nicht, wie sehr sie damit bei einigen Erwachsenen alte Wunden aufreißen und eine Kette turbulenter Ereignisse auslösen. Am Ende jedoch gibt's für alle eine versöhnliche Überraschung.

Kästner pur: »Mut ohne Klugheit ist Unfug; und Klugheit ohne Mut ist Quatsch! … Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird zu spüren sein, was irrtümlicherweise schon oft festgestellt wurde: ein Fortschritt der Menschheit.«

Fotos: Constantin Film

 

Themen

Außenseiter, Erziehungsmethoden, Filmgeschichte, Freundschaft, Gemeinschaft, Geschlechterrollen, Gruppenzugehörigkeit, Identität, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Literaturverfilmung, Mut, Schule, Selbstvertrauen, Theater, Zivilcourage

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Allen Befürchtungen zum Trotz: Man kann ›Das fliegende Klassenzimmer‹ verfilmen - zeitnah, die literarische Vorlage im Auge. Und es wird kein billiger Abklatsch, sondern ein wunderschöner Kinderfilm, der zu Herzen geht - ohne Klamauk, ohne Klimbim und auch ohne Nachahmung der beiden früheren Verfilmungen.«
Hildegard Lorenz, Münchner Merkur    
 
» …rundum gelungen: Kästner-Texte als rhythmische Raps, klasse Schauspieler wie Ulrich Noethen als warmherzig-konsequenter Justus und eine Inszenierung, die Sehnsucht nach Nähe nicht hinter coolen Sprüchen versteckt: Wenn ›Das fliegende Klassenzimmer‹ zur Landung ansetzt, fühlt sich das Kind in uns wundersam fürs Leben gestärkt.«
FOCUS, München

»So ergibt sich ein freundlich-utopisches, pädagogisch aufgeklärtes, selten schönfärberisches Spiel, das vor allem auch für sich einnimmt, weil es zeigt, dass nicht nur imaginäre Zaubererwelten, Ringträger und Jedi-Ritter unterhalten können, sondern auch ganz normale Kinder mitten in Deutschland.« 
Horst Peter Koll, film-dienst, Bonn

»Lehrer, die sich für ihre Schüler einsetzen, sind keine Besonderheit mehr. Zudem wirken die Film-Thomaner wie der Traum eines jeden Pädagogen: wissbegierig, kreativ, teamfähig und leistungsorientiert. Vielleicht war den Filmemachern der hohe Ton der Vorlage bisweilen suspekt, die zusätzlichen Actionszenen machen dies glauben. Allein die spielfreudigen jugendlichen Darsteller lohnen den Besuch des immerhin 110 Minuten langen Films - man wird sie hoffentlich andernorts wiedersehen.«
Katja Lüthge, Berliner Zeitung




zuletzt aktualisiert am 12.04.2016

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