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Filmernst | Shaun, das Schaf

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Shaun, das Schaf – Der Film
Shaun the Sheep Movie

Großbritannien/Frankreich 2015

 

 

Werbung wirkt und Schafe können lesen: Als ein die »Mossy Bottom«-Farm passierender Bus dafür wirbt, sich mal einen Tag Auszeit zu gönnen, bezieht Shaun die Reklame auf sich und seine Gefährten. Das wär’s doch, endlich mal auszubrechen aus dem alltäglichen und auf Dauer furchtbar langweiligen Hof-Trott. Ist erst der Hütehund Bitzer mit einem Knochen abgelenkt, wird der Bauer – Schäfchen zählend – müde gemacht und schlafend in einen ausgedienten Wohnwagen verfrachtet. Nun kann’s losgehen mit der Party im Farmhaus – mit allem, was halt dazugehört: Eis, Cocktails, Pizza, Videos. Bitzers Versuche, sein Herrchen aus dem Caravan zu befreien, bringen das Gefährt zum Rollen: In sämtliche Schranken durchbrechender, wahnwitziger Fahrt rast es hinunter zur großen Stadt. Als es endlich zum Stehen kommt, fällt dem Bauern eine Straßenlampe auf den Kopf und bewirkt totalen Gedächtnisverlust. Was nun folgt, ist die ebenso tempo- wie hindernisreiche, tierisch komische Befreiungsaktion der um ihren Bauern höchst besorgten Schafe. Zu ihrer Tarnung geben sie sich dabei als Menschen aus, mit Timmy als gänzlich unauffälligem »Shaun«-Rucksack in echt. Dorf-Idylle und Großstadt-Abenteuer kommen natürlich ganz ohne menschliche Worte aus. Es wird geblökt, gemäht, gegrunzt, gebrabbelt – und jeder versteht, dass es hier um eine große Geschichte von Treue und Freundschaft geht.

Fotos: StudioCanal



 

Themen

Abenteuer, Animationsfilm, Fantasie, Filmgeschichte, Freundschaft, Knetanimation, Komik, Kommunikation, Landleben, Slapstick, Stadt/Land, Tiere, Verantwortung, Verhaltensmuster, Witz

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Reich an liebevollen Details und fantastischen Einfällen, vom Schäfchenzählen im wahren Sinne des Wortes bis zum opernreifen Chor der Schafe, erfreut Shauns erstes Kinoabenteuer Kinder wie Erwachsene und ist dabei überraschend anspruchsvoll.«
Marie Stumpf, Der Tagesspiegel, Berlin

»Jede Szene ist selbsterklärend und über die Bilder so klar verständlich, dass man die Dialoge nicht vermisst. Den Animatoren gelingt es, jeder einzelnen Figur so viel Charakter und eine so ausgefeilte individuelle Physiognomie einzuhauchen, dass ihre Gemütsregungen unmissverständlich sind […] Die Kinder werden den Film lieben, bedient er doch zunächst alle bekannten Settings aus der Serie, um sie noch mit Stadtimpressionen zu erweitern.« 
Katrin Hoffmann, epd film, Frankfurt/Main

»Shaun das Schaf hat vor allem im Mittelteil deutlich ruhige und nachdenkliche Sequenzen. Die Suche der Tiere nach Freundschaft, Verbundenheit und einem Zuhause kulminiert in einer herzzerreißenden Szene, in der ihr Bauer sie wegen seines Gedächtnisverlustes nicht erkennt. Auch diese Tonlage in Moll wird kongenial rein visuell erzählt. Es handelt sich nicht um angeklebte Sentimentalität, sondern, wie Chaplin wusste, um die Tragik im Herzen der Komödie, die ohne diese schal bleibt.«
Oliver Kaever, Die Zeit, Hamburg

»Nach diesem Film jedenfalls ist es nun endgültig an der Zeit, Alfred Brehm zu widersprechen: Shaun und seine Herde zeigen genau das gewandte, behende Wesen, den Mut und die Klugheit, welche er den Schafen noch gänzlich absprechen wollte. Nicht Dummheit, sondern Intelligenz, nicht Charakterlosigkeit, sondern Lernfähigkeit und genuinen Entdeckergeist werden wir in Zukunft mit diesen Tieren verbinden.«
Tobias Kniebe, Süddeutsche Zeitung, München

»Die Animation insgesamt und besonders die in der Stadt spielenden Szenen sind hervorragend gelungen, die Story ist nicht zu komplex, aber dennoch spannend und gelegentlich rasant, Slapstick-Szenen sind sehr gut eingebunden. Der Musikeinsatz unterstreicht die Komik vieler Szenen ideal. Der Film ist insgesamt perfekt und handwerklich herausragend, der Humor nie zynisch und die Charaktere liebenswert.«
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), Jurybegründung



zuletzt aktualisiert am 25.09.2015

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