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Disconnect
Disconnect

USA 2012

 

 

Was als pubertärer Schabernack geplant war, hat tödliche Folgen: Ein 15-Jähriger nimmt sich das Leben, weil er sich virtuell bloßgestellt sieht. Anfangs ist Ben sehr erfreut, als sich im Netz ein Mädchen findet, dem seine Musik gefällt. Er chattet mit ihr und verliebt sich in sie. Nachdem ihm »Jessica« ein Nacktfoto von sich schickt, tut er das Gleiche: völlig ahnungslos, dass zwei seiner Mitschüler ihm die Beziehung nur vorgegaukelt haben. 
Bens Drama ist einer von drei miteinander verwobenen Handlungssträngen, die von den Versuchungen und Gefahren der Internet-Gesellschaft erzählen. Es sind Geschichten von Menschen, die sich nach realer Zuwendung sehnen, aber in virtuelle Welten flüchten. 

Fotos: Weltkino Filmverleih


 

Themen

Cybercrime, Cybermobbing, Familie, Identität, Identitätsdiebstahl, Kommunikation, Online-Foren, Online-Prostitution, Verantwortung

 

Fächer

Deutsch, Informatik, Kommunikation und Technik, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Philosophie, Psychologie

 

Kritikerstimmen

»In vier einander überschneidenden Handlungssträngen wächst die Wucht des digitalen Doppellebens. Die gute Besetzung trägt zur Glaubwürdigkeit der vier ­Geschichten bei. ›Disconnect‹ berührt, rüttelt auf und – ja – macht auch ein bisschen Angst. Henry-Alex Rubin, Regisseur des 2006 oscarnominierten Dokumentarfilms ›Murderball‹, zeigt in seinem Spielfilmdebüt die ganz persönliche emotionale Gefahr im Umgang mit dem weltweiten Netz. Jenseits von NSA und Prism.«
Lydia Brakebusch
, zitty.Berlin

»Die Thematik um Onlinepornografie mit Minderjährigen ist wohlbekannt. Doch hier wird sie in einem ansonsten sehr um Eindeutigkeit bemühten Film auf überraschend komplexe und ambivalente Art erzählt. Die Verteilung von Gut und Böse und Täter und Opfer sind ebenso unklar, wie die genaue Natur der Beziehung zwischen Kyle und Nina
Gregor Torinus, kino-zeit.de

»Die Antwort ist da darin, im Kopf, aber die Technik kann sie nicht hervorholen, niemand kann das. Nur wir selbst können uns mitteilen. Immerhin ein paar Antworten wird die Familie finden, und auch dabei spielt Technik eine Rolle. Das macht den Film so sehenswert: ›Disconnect‹ hält sich mit allzu deutlichen Urteilen zurück, leistet sich Komplexität und Widersprüche.«
Ole Reißmann, Der Spiegel, Hamburg

»Das ästhetisch Wichtigste an ›Disconnect‹ ist, wie hier alle diese bereits erprobten und auch im Kino schon hier und da adaptierten Erkenntnis- und Ergriffenheitsmomente eines filmischen Umgangs mit vernetzten Blitznachrichten über alles und jedes zurückgeholt werden ins beschädigte, angefressene, von Auflösung bedrohte Private: Wenn der Vater die Spuren seines verlorenen Kindes in Datenarchiven sucht oder der Bestohlene die Spur seiner Arbeit, wollen beide nicht irgendeinen coolen Anschluss an den allerneuesten Fortschritt, sondern ein Gegenüber finden, dem sie nicht egal sind.«
Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Auch wenn Hände gereicht werden, Umar­mungen zu beob­achten sind und Hoff­nungs­schimmer aufblitzen, wirken Unsi­cher­heiten und unge­klärte Fragen über die letzten Einstel­lungen hinaus. Ein erster Schritt zu einem besseren Mitein­ander ist viel­leicht getan, mehr auch nicht. Mit dieser Ambi­va­lenz wird der Zuschauer entlassen und kann für sich selbst entscheiden, welche Erkennt­nisse er aus dem Episo­den­drama für seinen digitalen Alltag mitnehmen will.«
Christopher Diekhaus, artechock.de





zuletzt aktualisiert am 05.11.2014

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