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Das Geheimnis der Bäume
Il était une forêt

Frankreich 2013

 

 

Paradiese brauchen ihre Zeit: 700 Jahre, in denen von Baumpionieren über den Sekundärwald der finale Primärwald in all seiner Artenvielfalt entsteht. Der Botaniker und Ökologe Francis Hallé erzählt eindrucksvoll von den Wundern des Waldes, von den Bedrohungen und Zerstörungen der Paradiese. In einer gigantischen Astgabel, im Wipfel eines Urwaldriesen sitzend, sehen wir ihn beobachtend, staunend, skizzierend. Seine Zeichnungen verwandeln sich in animierte Pflanzen, und im Zeitraffer werden Wachstumsprozesse anschaulich. Der Film erforscht die Weisheit der Bäume und zeigt die Magie des tropischen Regenwalds, in dem die Tiere über den Raum und die Bäume über die Zeit herrschen. 

Fotos: Weltkino Filmverleih

 

Themen

Biochemie, Biodiversität, Evolution, Naturkreisläufe, Naturphilosophie, Ökologie, Raubrodungen, Regenwald, Tiere

 

Fächer

Biologie, Deutsch, Geografie, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion

 

Kritikerstimmen

»Zeichnen gehörte lange zum Handwerk des Naturforschers. Warum soll sich der Naturfilm nicht dieser Kunst bedienen? Es gelingen Jacquet mit diesen grafischen Animationen eindrucksvolle Szenen. In wenigen Sekunden läuft ein Drama ab, das in Wirklichkeit hundert Jahre dauern kann: die Tötung eines Urwaldbaumes durch eine Würgefeige, eine Lianenart, die mit ihren Wurzeln den Baum, auf dem sie wächst, regelrecht erdrosselt. Trotz der wichtigen Rolle, welche die Grafik spielt, ist Jacquets Film kein Studioprodukt. Gedreht wurde in tropischen Urwäldern Perus und Gabuns und es werden dabei alle Register des Naturfilms gezogen.«
Eckhard Fuhr, Die Welt, Berlin

»Luc Jacquet hat einen langsamen Film gedreht, der uns in eine andere Wahrnehmungszeit eintauchen lässt mit dieser suggestiv-melancholischen Stimme von Bruno Ganz, der uns in vielen Variationen davon erzählt, wie im Kosmos des Waldes alles miteinander verbunden, alles aufeinander angewiesen ist. Dies ist kein filmischer Botanikkurs, sondern ein hemmungsloses wie poetisches Plädoyer für die Natur, ihren Schutz. Der Film enthält hinterrücks die Botschaft, dass wir uns nun einmal nicht einfach herausnehmen können aus diesem komplexen Beziehungsgeflecht der Existenz.« 
Hartwig Tegeler, SWR2, Stuttgart

»Sehr anschaulich schildert der Film, wie der Regenwald im Laufe der Jahrhunderte sein Gesicht verändert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Interaktionen zwischen Pflanzen- und Tierwelt, wie ein Baum von Insekten und Pilzen profitiert, sich vor Elefanten schützt oder wie wandlungsfähig die Passionsblume auf die Attacken gefräßiger Raupen reagiert. Einen 700 Jahre alten Wald in wenigen Minuten zu zerstören, zeugt tatsächlich von beschämender menschlicher Ignoranz. Es gelingt diesem sehenswerten Film, sie ein Stück weit zu verringern.« 
Bianka Piringer, kino-zeit.de

»Mit Panoramen aus der Vogelperspektive, Hallés genauen Zeichnungen der Blätter und computeranimierten Zeitrafferaufnahmen entwickelt sich, untermalt von Naturgeräuschen und symphonischen Klängen, ein meditativ anmutender Sog. Keine laute oder kämpferische Anklage gegen das Verschwinden der Bäume, gerade deshalb ein wirkungsvoll-leidenschaftliches Plädoyer für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur – Faszination statt Agitation.«
Manfred Hobsch, zitty, Berlin

»Indem Luc Jacquet eindrucksvolle Naturaufnahmen mit kunstvollen Animationen und atmosphärischer Musik verknüpft, macht er die Magie des Waldes akustisch und visuell erlebbar. Nur das Kino kann diese einzigartige Reise in ein komplett ungezähmtes Universum ermöglichen, in dem jedes Lebewesen – vom kleinsten bis zum grössten – eine essenzielle Rolle spielt. DAS GEHEIMNIS DER BÄUME beweist, dass Entwicklungsbiologie nicht in verstaubte Lehrbücher, sondern auf die grosse Leinwand gehört.«
greenpeace.org



zuletzt aktualisiert am 25.11.2014

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