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Flußfahrt mit Huhn

Deutschland 1983

 

 

Sommerferien wie diese wird Johanna bestimmt nie vergessen: Kaum beim Großvater angekommen, macht sie ihr Cousin Robert zur Komplizin seines Plans. Er möchte mit Opas Boot die Weser flussabwärts fahren und einen geheimen Zugang zum Meer erkunden. Des Nachts stehlen sie sich klammheimlich fort und nehmen außer zwei Nachbarjungen noch ein Huhn aus Großvaters Stall mit. Der ebenso besorgte wie gewitzte Opa begibt sich anderntags auf die Fährte der Ausreißer, doch die versuchen mit allen Tricks, ihn abzuhängen und in die Irre zu führen. Abenteuerliche Aktionen und scheinbar aussichtslose Situationen wechseln sich ab für Verfolger und Verfolgte, am Ende aber nehmen sie vereint Kurs Richtung Meer.

Fotos: MFA+


 

Themen

Abenteuer, Entdeckerlust, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen, Verantwortung, Vertrauen, Zivilcourage, Zusammenhalt

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religion

 

Kritikerstimmen

»Eine poetische Abenteuerkomödie, in deren Verlauf sich die reale Landschaft zum fantastischen Dekor wandelt. Unterhaltsam dank einer Vielzahl skurriler Einfälle und stimmungsgeladene, atmosphärisch dichte Momente.«
film-dienst, Bonn (1983)

»Ein spannender und humorvoller Kinderfilm mit kräftigen, glaubwürdigen Figuren, einer guten Geschichte und einfallsreicher Auflösung, voller Slapstickkomik, aber nicht ohne Poesie. Der Film setzt an bei den Seefahrer- und Piratenphantasien heranwachsender Kinder und zeigt, wie die Phantasien aus einer kleinen Entdeckungsreise ein großes Abenteuer machen.« 
tip, Berlin (1984)

»Der Film wendet sich mit seiner einfachen Geschichte auch gegen eine überorganisierte Welt, die den Kindern das Recht auf Erproben und Entwickeln ihrer eigenen Fähigkeiten vorenthält. In einer verwalteten Gesellschaft, in der ›produktive Arbeit‹ als höchster Wert gilt, sind Kinder und alte Menschen gleichermaßen benachteiligt. Insofern bekommt die Verbindung Großvater-Kinder eine zusätzliche Bedeutung. Der Film ist ein Appell, sich Freiräume für Abenteuer und spannende Erlebnisse selbst zu schaffen.« 
Christel Strobel, Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz,
München (1984)

Für mich ist der Film eine witzige Verfolgungsjagd. Der Ausgangspunkt ist ein realistischer – vermindern die komischen Momente nicht diesen Ansatz?
Arend Agthe: »Ja, vielleicht vermindern sie das Realistische, aber trotzdem sind sie dramaturgisch notwendig. Für mich ist da der amerikanische Film ein Vorbild, der von Haus aus ja sehr realistisch und auch naturalistisch ist, aber immer auch eine Brechung und eine Humorebene hat, ob man den amerikanischen Krimi nimmt oder den Western. Wenn er gut gemacht ist, hat er immer diese Brüche. Das ist richtig, das führt weg von der realen Ebene und wird zum Teil ein bisschen irreal, aber das ist eine Gratwanderung, die man machen muss und man bekommt gerade dadurch eine zusätzliche Spannungsebene.« 
Manfred Hobsch im Gespräch mit Arend Aghte, in: Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz, München (1984)



zuletzt aktualisiert am 31.10.2014

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