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Dancing in Jaffa

USA 2013 

 

 

Da kommt ein älterer, gut situierter, temperamentvoller Herr aus New York in seine Geburtsstadt Jaffa: zum ersten Mal seit 1948 und mit hochfliegenden Wünschen, Hoffnungen, Träumen. In einem ambitionierten und nahezu visionären Projekt möchte er palästinensische und jüdische Kinder zusammenbringen. Pierre Dulaine ist Weltmeister im Gesellschaftstanz, und seit vielen Jahren schon widmet er sich mit Hingabe der Überbrückung scheinbar unversöhnlicher Gegensätze. 1994 hat er in seiner Wahlheimat New York »Dancing Classrooms« ins Leben gerufen, ein Vorhaben, mit dem er Gesellschaftstanz in den öffentlichen Schulen der sozial so polarisierenden Metropole verankern und damit zur Entwicklung von Selbstbewusstsein und Persönlichkeit beitragen wollte. Was mit 30 widerwilligen Schülern begann, hat bis heute Hunderttausende Kinder und Jugendliche erreicht und ihr Leben nachhaltig verändert.

Die Herausforderung in Jaffa war offenbar noch ungleich größer: Die einen wollen mit den anderen nichts zu tun haben, nicht miteinander sprechen und schon gar nicht miteinander tanzen. Konventionen, Traditionen, Vorurteile, Hass. Mit Mut und Leidenschaft setzt Pierre Dulaine dagegen und schafft das Unmögliche: Nach einem Vierteljahr können sie einander berühren, sich aneinander festhalten, miteinander tanzen.

Fotos: MFA FilmDistribution, Regensburg


 

Themen

andere Kulturen, Demokratie, Geschlechterrollen, Heimat, Identität, Islam, Jüdisches Leben, Lehrer-Schüler-Verhältnis, multikulturelle Gesellschaft, Religion, Schule, Selbstbewusstsein, Tanz, Vertrauen, Vorurteile

 

Fächer

Darstellendes Spiel, Deutsch, Geografie, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung, Sozialkunde

 

Kritikerstimmen

»Beim finalen Tanzturnier der Schulen sitzen leicht geschürzte Jüdinnen neben Araberinnen im Hijab und fotografieren die Tänzer. In diesem Klima des Hasses und Misstrauens ein kurioses, rührend hoffnungsvolles Bild. Die sich als zweitklassig empfindenden Palästinenserkinder wie die Halbwaise Noor und der arme Alaa haben nach zehn Probenwochen begonnen zu leuchten und jüdische Freunde gewonnen.« 
Gunda Bartels, Der Tagesspiegel, Berlin

»In der Gegenwart jedenfalls gelingt es Dancing in Jaffa nicht nur, einen originellen Blick auf den Nahostkonflikt zu werfen, sondern auch, dass am Ende ein Funken Hoffnung aufscheint. Die Hoffnung, dass kleine Gesten vielleicht nicht die Welt oder Gesellschaft, aber doch ein einzelnes Leben und den Blick auf das Gegenüber verändern können.« 
Christiane Mathes, critic.de





zuletzt aktualisiert am 25.11.2015

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