Hauptnavigation

Filmernst | Die Kunst, sich die Schuhe zu binden

Filme | Die Kunst, sich die Schuhe zu binden | Inhalt

Unternavigation

 

Die Kunst, sich die Schuhe zu binden
Hur många lingon finns det i världen

Schweden 2011

 

 

Als Theater-Schauspieler ohne Engagement und von der Freundin aus der Wohnung geworfen: beruflich wie privat läuft es nicht gerade rund bei Alex. Für Künstler wie ihn hat das Arbeitsamt kaum passende Angebote. Nur in einer Tageseinrichtung für Menschen mit kognitiver Behinderung ist gerade eine Stelle als Betreuer frei. Für Alex eine völlig fremde Welt, in die er sich anfangs kaum einfügen kann. Ordnung, Struktur und Kontinuität, das sind die Vorgaben bei der Arbeit mit den Bewohnern der Einrichtung namens »Paradies«. Ein wenig Un-Ordnung, Chaos und Spontaneität wären nach Alex‘ Verständnis aber auch nicht schlecht. Warum, fragt er sich, sollen seine Schützlinge ewig lernen, ihre Schuhe zu schnüren, wenn es ihnen doch nicht gelingt und es außerdem Klettverschlüsse gibt? Warum sie nicht spielerisch auf das orientieren, worauf sie Lust und wofür sie Talent haben? »Behindert ist man nicht, behindert wird man«, ermutigt er sie zur Selbstständigkeit, gründet eine Theater- und Gesangsgruppe und meldet sie sogleich bei der Castingshow »Schweden sucht den Superstar« an. Das kann nur den harten Widerstand von Eltern und Erziehern provozieren, die ihre Zöglinge nicht vorgeführt sehen wollen. Selbst wenn der Auftritt misslingt und Alex gefeuert wird: Ebbe, Leif, Katarina, Kristina, Filippa und Kjell-Åke haben Selbstvertrauen gewonnen und stehen ihrem Ex-Betreuer bei. Frei nach einer wahren Geschichte über das schwedische Behinderten-Theater »Glada Hudik« und dessen Gründer Pär Johansson.


 

Themen

Behinderung, Diskriminierung, Familie, Freundschaft, Inklusion, Integration, Theater, Toleranz, Verantwortung, Vorurteile

 

Fächer

Darstellendes Spiel, Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Musik, Psychologie

 

Kritikerstimmen

»Dieser kleine, robuste Film geht stark an den Kopf und tief in den Bauch. Ein kleiner, großer Film mit Akteuren voller Lust und Laune.«
Hans-Ulrich Pönack, Deutschlandradio Kultur

»Formal ist der Film sehr einfach gemacht. Das Wichtigste ist die Botschaft: Geduld mit Menschen, die in irgendeiner Weise beeinträchtigt sind, gänzliche Aufnahme in die Gemeinschaft, Schluss mit jahrhundertelangen falschen Haltungen und Verhaltensweisen.«
Thomas Engel, Programmkino.de

»Dieser Film führt seine Botschaft, dass jeder Talente hat, sehr eindrücklich und mit liebevollem Humor vor Augen. Und manchmal können auch simple Botschaften einfach zu Herzen gehen.«
Sonja Hartl, kino-zeit.de

»Die sechs Schauspieler müssen ihre Behinderung nicht spielen, sie haben sie, und sie sind grandios. Ähnlich wie das Berliner Theater RambaZamba gibt es in Schweden das Glada Hudik-Theater, in dem Behinderte auftreten. Von dort kommen sie. Es sind schöne Menschen, die sich manchmal dämlich anstellen, aber wer tut das nicht?«
David Ensikat, Der Tagesspiegel, Berlin

»Das Behindertenensemble Glada-Hudik-Theater feiert in Schweden schon seit Jahren ähnliche Erfolge wie das Theater Ramba Zamba in Berlin, die Inszenierung ›Elvis‹ hat es sogar bis an den Broadway geschafft.  Einige Mitglieder von Glada Hudik sind nun die Stars in diesem von Herzen kommenden Film. Mit wieviel Verve und Charme sie bei der Sache sind, das macht Spaß.«
Martin Schwarz, zitty, Berlin



zuletzt aktualisiert am 26.02.2013

Zweite Hauptnavigation