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Der ganz große Traum

Deutschland 2011

 

Nationalsport im deutschen Kaiserreich unter Wilhelm I. war das Turnen. In den Schulen wurde Körperertüchtigung als Drill im militärischen Kommando-Ton betrieben. Im Jahre 1874 allerdings begann an einem Braunschweiger Gymnasium etwas völlig Neues, geradezu Revolutionäres: Der junge Lehrer Konrad Koch war aus England zurückgekehrt und sollte eigentlich als neues Fach Englisch unterrichten. Um die Schüler für die Sprache des ›Feindes‹ zu begeistern, bedient er sich ungewöhnlicher, liberaler Methoden. Vor allem bringt er ihnen die wunderliche Aktivität mit einem Ball nahe, der per Fuß in ein Tor zu befördern ist. Nicht zuletzt geht es ihm um die Schulung des Gemeinsinns durch den Mannschaftssport. Nach anfänglicher Skepsis sind seine Jungs zunehmend begeistert, ganz im Gegenteil zu einflussreichen Eltern, dem Pfarrer und anderen Honoratioren. Sie, wie die meisten von Kochs Kollegen, möchten das ›undeutsche‹ Treiben unterbinden und den Reformer mit allen Mitteln aus der kaiserlichen Lehranstalt entfernen. Doch der Virus der ›englischen Krankheit‹ ist nicht mehr aufzuhalten - die Fußball-Infizierten suchen sich Verbündete und proben den Aufstand!
Frei nach einer wahren Begebenheit, erzählt der Film die Geschichte eines Visionärs, der nicht nur das Leben seiner Schüler veränderte, sondern Deutschland den Fußball brachte.

Themen
Schule, Erziehungsmethoden, Kaiserreich, Preußen, Generationskonflikte, Idealismus, Kameradschaft, Respekt, Fairplay, Emanzipation, Körperertüchtigung

Fächer
Deutsch, Sport, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sozialkunde, Englisch

Literatur
Rainer Moritz: Der ganz große Traum des Konrad Koch. Taschenbuch, 256 Seiten, mit Farbabbildungen. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2011. ISBN: 978-3-499-25692-9
Malte Oberschelp: Der Fußball-Lehrer. Wie Konrad Koch im Kaiserreich den Ball ins Spiel brachte. 160 Seiten, mit Fotos. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2010, ISBN 978-3-89533-723-9

Musik
Der ganz große Traum. Audio CD. Label: Embassy O, 2011 - u.a. mit dem Gesangsdebüt des Hauptdarstellers: die Single »Auld Lang Syne« von Teamgeist feat. Daniel Brühl & Isis. Produziert wurde die ansprechende Version des weltbekannten schottischen Liedes von Helmut Zerlett.

Pressestimmen
» ... brillantes und emotionales Unterhaltungskino mit Anspruch oder, wie Filmproduzent Anatol Nitschke es ausdrückt, eine Mischung aus ›Der Club der toten Dichter‹ und ›Die Feuerzangenbowle‹.«
Silvy Pommerenke, kino-zeit.de, Mannheim

»Eine Fußballkomödie, die den Fußball gar nicht so sehr in den Vordergrund stellt. In Wahrheit öffnet der Film die Tür in eine längst vergangene Zeit. Der Streifen erzählt mit einem Augenzwinkern von deutsch-preußischen Tugenden im Kaiserreich, von internationalen Vorurteilen und vom schleichenden Aufbruch des Proletariats.«
Oliver Zimmermann, programmkino.de


 

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