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Das weiße Band

Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien 2009

 

Inhalt 

Eichwald, ein norddeutsches Bauerndorf, kurz vor dem Ersten Weltkrieg: Der Pfarrer hat seine protestantische Gemeinde samt Kirchenchor fest im Griff – und ebenso despotisch und dragonisch regiert er seine Familie. Die Kinder werden nach unumstößlichen Prinzipien geformt und mit harter Hand geführt: Schon für kleinste Vergehen müssen sie, als Sünder gezeichnet, ein weißes Band tragen, das Unschuld und Reinheit symbolisiert und tätige Reue einfordert. Auch der Baron behandelt seinen Nachwuchs und die Untergebenen mit Willkür. Nur der junge Lehrer versucht, für seine Schüler Verständnis aufzubringen. Der äußerliche Frieden wird allerdings durch eine Reihe sonderbarer Ereignisse erschüttert: So stürzt der Arzt durch ein von Unbekannten gespanntes Seil vom Pferd, der Bauernsohn Max zerstört offenbar völlig sinnlos das Kohlfeld seines Vaters, schließlich brennt eine Scheune lichterloh bis auf die Grundmauern nieder. Die Kinder des Dorfes scheinen gegen die Autorität zu rebellieren und mehr zu wissen, als in ihren unschuldigen Augen zu lesen ist. Der Lehrer glaubt Spuren zu finden, stößt aber auf heftigen Widerstand.


Fächer

Deutsch, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung, Kunst

Themen
Individuum und Gesellschaft, Erziehung, Schule, Deutsche Geschichte, Kindheit, Jugend, Familie, Strafe, Heimat, Tradition, Religion 

 

Pressestimmen

»Inspirieren ließ sich Michael Haneke von Fotos aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg; während des Castings zum Film suchte er zeitgenössische Gesichter. Vor Drehstart ließ er siebentausend Kinder vorsprechen. Und jedes Kind, das nun in diesem Film zu sehen ist, hätte einen Darstellerpreis verdient.«
Anke Westphal, Berliner Zeitung

»In Erinnerung bleiben Schwarz-Weiß-Bilder, die an die Fotos unserer Großeltern und Urgroßeltern erinnern, deren Kindheit der Film nun zu erzählen scheint. Und natürlich die Gesichter der Kinder. Jene früh erwachsenen, überklaren Gesichter, die mit den Verbrechen, die hier geschehen, mehr zu tun haben, als der Film offenlegt.«
Katja Nicodemus, NDR Kultur, Hamburg

»Hanekes erster Film, den man als Historienfilm bezeichnen kann (genauso gut freilich als Literaturverfilmung), ist exakt und fantasievoll zugleich ... Der Film gibt Einblicke in eine vergangene Welt, ohne dass er es darauf anlegt, Memory mit ihr zu spielen.«
Matthias Dell, Freitag, Berlin


zuletzt aktualisiert am 13.11.2013

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