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Filmernst | Das Waisenhaus

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Das Waisenhaus
El Orfanato

Spanien/Mexiko 2007

 

 

Inhalt

Waisenkinder spielen im Garten eines großen Herrenhauses an der Steilküste Asturiens. Die kleine Laura steht mit geschlossenen Augen am Baum, während sich die anderen an sie heranschleichen. Dreht sie sich um, dann erstarren alle. Für Laura ist die Zeit in diesem Heim zu Ende, sie kommt zu Adoptiveltern. Jahrzehnte später kehrt sie mit ihrem Mann, einem Arzt, und dem adoptierten Sohn an den Platz ihrer Kindheit zurück. Sie möchte den Ort wieder zum Leben erwecken. Schon bald aber erzählt ihr Simón von unsichtbaren Freunden, die er eigentlich gar nicht kennen dürfte: Es sind Lauras alte Waisenhaus-Gefährten. Nur zu gern würde sie die Phänomene als altersgerechte Spiele abtun, aber schon bald wachsen Zweifel und Ängste. Eines Tages erfährt Simón von seinen imaginären Freunden, dass seine wirklichen Eltern tot sind und er selbst todkrank ist. An seinem achten Geburtstag verschwindet er spurlos, und für Laura beginnt ein Horror-Trip zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen kindlicher Fantasie und verdrängter Erinnerung. Sie will den Tod ihres Kindes nicht akzeptieren, engagiert sogar ein Medium und kommt der schmerzhaften Wahrheit schließlich allein auf die Spur. Versteckte Gegenstände und Hinweise führen sie zu einer schrecklichen Entdeckung.

Das Geheimnis gruseliger Gemäuer: Geschichte, Bilder, Musik verbinden sich zu einem perfekten, schaurig-schönem Genrefilm.

Fotos: Senator Film Verleih



 


 

Themen

Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Fantasie, Filmsprache, Genrefilm, Identität, Kindheit, Trauer und Tod, Träume, übernatürliche Phänomene, Wahrheit

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Philosophie, Psychologie, Spanisch

 

Kritikerstimmen

»Wie jeder gute Geisterfilm bezieht auch ›Das Waisenhaus‹ seinen Horror nicht von irgendwo, etwa der Angst vor dem Fremden, sondern aus den Grundlagen menschlichen Lebens, der Alltagserfahrung unseres sterblichen Daseins. Bayona gelingt ein erstaunlich sensibler, anrührender, aber natürlich auch erschreckender Film über mütterliche Ängste und den Schmerz des Verlusts, Krankheit und Sterblichkeit, die Liebe zum Leben und Sehnsucht nach dem Tod ... So erlaubt der Film Interpretationen und Diskussionen lange über sich selbst hinaus.« 
Philipp Bühler, fluter.de

»›Das Waisenhaus‹ ist weitaus mehr als ein Horrorfilm: Dank seiner großartigen Besetzung und des außergewöhnlichen Drehbuchs ist es Bayona gelungen, ein subtiles Psychodrama zu inszenieren, das einem in vielerlei Hinsicht den Atem raubt. Mit dem Charme eines bildschönen, verstörenden Settings, einer Kamera, die Türen und Treppen liebt, und einem Score, der die Bildsprache des Films angemessen zu unterstreichen weiß, ist ›Das Waisenhaus‹ ein ungewöhnlich reifer Vertreter seines Genres. 
Eva Tüttelmann, schnitt - Das Filmmagazin, Köln

»Denn obwohl ›Das Waisenhaus‹ inhaltlich nicht unbedingt neue Pfade betritt, so ist er doch handwerklich nahezu perfekt inszeniert und bastelt bekannte Genre-Versatzstücke so geschickt zusammen, dass der Zuschauer über die gesamte Spieldauer gebannt auf die Leinwand starrt.«
Bastian G., mannbeisstfilm.de

»Auch in ›Das Waisenhaus‹ geht es weniger um den Schrecken als vielmehr um das verhaltene Gruseln, um romantische Spekulation über Tod und Wiedergeburt, um eine Liebe über den Tod hinaus.« 
Wolfgang Hamdorf, film-dienst, Bonn




zuletzt aktualisiert am 10.03.2014

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