Hauptnavigation

Cinefiesta

CineFiesta

Unternavigation

Bilanz

 

Fünf CineFiestas gab es bereits – zumeist als Kooperation zwischen FILMERNST und dem Filmmuseum Potsdam:
21 Filme – 50 Veranstaltungen – 3.200 Besucher.



Mit dem Ecuadorianer Darío Aguirre war bei der FILMERNST-CineFiesta 2013 erstmals ein Filmschaffender aus Lateinamerika zu Gast. Er präsentierte seinen Dokumentarfilm »Der fünffache Darío«, eine überaus amüsante Identitätssuche, die beim Publikum bestens ankam und – moderiert von Hjördis Hornung – angeregte Diskussionen auslöste. Seine FILMERNST-Eindrücke beschrieb Darío Aguirre mit diesen Worten:

»FILMERNST ist für mich, was ich mir als echten Bildungsauftrag vorstelle: direkter Kontakt zwischen Regie und jungen Zuschauern, gute Filmauswahl, eine tolle Organisation und eine Moderation, die Lust macht, mehr Filme in so einem Rahmen zu sehen. So macht es für alle Spaß, sich mit relevanten Fragen unserer Zeit zu beschäftigen. Die CineFiesta liegt mir ab jetzt besonderes am Herzen, da sie den kulturellen Austausch als Bereicherung praktiziert. Bei FILMERNST gewesen zu sein, hat mir die Hoffnung für die Zukunft des Kinos wiedererweckt! Weiter so!«

 

Die schulische Wertschätzung des CineFiesta-Angebots kam auch im Brief einer Spanischlehrerin von der Berliner Wilma-Rudolph-Oberschule zum Ausdruck. Sie schrieb u.a.:

 

»Ich möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken, dass ich nun schon zum dritten Mal durch Sie und Ihr Programm mit immer einer anderen Spanischklasse jeweils einen sehr guten Film gesehen habe. Leider können wir Lehrer ja die Filme nicht vorher ansehen, so dass es immer ein Risiko ist, ob man den für die Gruppe ›richtigen‹ Film aussucht, aber genau deshalb, weil ich bisher nie von den von Ihnen vorgeschlagenen Filmen enttäuscht war, möchte ich mich herzlich für Ihren guten Geschmack und die inhaltlich wertvollen Filme bedanken (bei Ihnen und Ihrem Team). ›Cinco Caminos a Dario‹ war sogar für meine Anfängergruppe ein ansprechender Film, über den wir nach den Ferien weiter arbeiten werden …«


Die CineFiesta-Filmauswahl im Überblick

 

Spielfilme


»Mar adentro« (Das Meer in mir) · Spanien 2004
»XXY« · Argentinien/Frankreich/Spanien 2007
»El Orfanato« (Das Waisenhaus) · Spanien/Mexiko 2007
»El Sur« (Der Süden) · Spanien/Frankreich 1983
»Secretos del corazón« (Geheimnisse des Herzens) ·
Spanien/Frankreich/Portugal 1997
»La Zona« (Die Zone) · Mexiko 2007
»Gigante« · Uruguay, Deutschland, Argentinien, Niederlande 2009
»Yo, también« (Me too – wer will schon normal sein?) ·
Spanien 2009
»El baño del Papa« (Das große Geschäft) · Spanien/Uruguay 2007
»Machuca« (Machuca, mein Freund) · Chile 2004
»Qué tan lejos« (Wie weit noch ?) · Ecuador 2006
»También la lluvia« (Und dann der Regen) ·
Mexiko/Spanien/Frankreich 2010
»7 Vírgines« · (7 Jungfrauen) · Spanien 2005
»Abel« (Abel) · Mexiko/USA 2009
»¡No!« · Chile/USA/Frankreich/Mexiko 2012


 

Animationsfilme


 


»Anina« · Uruguay/Kolumbien 2013

Dokumentarfilme


»Brigadistas« · Deutschland 2007
»El Sistema« · Deutschland, Frankreich/Schweiz/Japan 2009
»Herz des Himmels, Herz der Erde« · Deutschland 2011
»Cinco Caminos a Darío« · Deutschland 2010
»La Buena Vida – Das gute Leben« · Deutschland 2015

Programmflyer 2009
Programmflyer 2010
Programmflyer 2011
Programmflyer 2012
Programmflyer 2013
Programmflyer 2014
Programmflyer 2015

Reaktionen von Schülern


Hier einige Schüler-Stimmen zu den Filmen der CineFiesta 2012:

 

»Tambíen la lluvia«

»Der Film macht es sich nicht so einfach. Er macht nicht nur Einzelpersonen für die Unterdrückung der Indígenas verantwortlich, sondern zeigt, dass diese Unterdrückung schon ganz alt ist und durch mehrere Systeme bedingt ist, die mit einander verknüpft sind: zum Beispiel IWF und Weltbank mit der bolivianischen Regierung.«

 

»Herz des Himmels, Herz der Erde«

»Bisher hatte ich ein festes Bild von den Maya, so bunt bemalt und irgendwie primitiv. Komisch, weil ich die ja vorher gar nicht kannte. Aber nach dem Film habe ich jetzt zumindest sechs Maya kennengelernt, die mein Bild verändert haben.«

 

»Es ist gut und mutig, dass zum Thema der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung ein Dokumentarfilm gedreht wurde, sonst würden wir davon in Deutschland gar nichts mitbekommen.«

 

»Viel ruhiger und friedlicher als der Apokalypse-Film »2012« – und der Weltuntergang ist eigentlich nur die fehlende Menschlichkeit.«

 

»Während wir an einen Gott glauben, der Eva aus einer Rippe schneidet, glauben die Maya an Menschen aus Mais. Das macht keinen großen Unterschied.«

 

»7 Vírgenes«

»Von der Sprache her kennt man das Milieu der Jugendlichen schon. Wir sagen auch Schwuchtel und so. Aber das Leben der Straßenkinder in Sevilla, das hier gezeigt wird, ist voll gewalttätig. Bei uns nicht so sehr.«

 

»Abel«

 

Auf die vorab gestellten Frage: »Was stellst du dir unter einer ›familia bonita‹, einer schönen Familie vor?«, die Antworten nach dem Film: »Eltern die für einen da sind, die einen lieb haben und die sich um einen kümmern. Das man zusammenhält.«

»Komplexer, aber sehr beeindruckender Film, der schöne Bilder für Abels Seelenzustand findet!«

 

 

Cine Móvils


Sechs Wochen lang reiste im Herbst 2010 ein Cine Móvils-Team aus der argentinischen Provinz Córdoba durch alle Bundesländer, um argentinische Filme für Kinder und Erwachsene zu präsentieren. »Cultura para todos« – Kultur für alle – wird in Argentinien mit vielen Gratis-Angeboten für die Bevölkerung sehr ernst genommen, die Cine Móviles sind dabei eines der wichtigsten Projekte. Besucht werden selbst in den entlegensten Orten Schulen und soziokulturelle Einrichtungen, darunter auch Altenheime und Gefängnisse. Im Jahr des Bicentenario – vor 200 Jahren wurden die ersten Länder Lateinamerikas unabhängig – fanden in Deutschland eine Reihe von Veranstaltungen statt, die an das bedeutende Datum erinnerten. Die Expedition des Cine Móvils nach Deutschland wurde von der argentinischen Botschaft, dem nationalen Filminstitut Argentiniens (INCAA), der Regierung der Provinz Córdoba und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. FILMERNST war als regionaler Partner im Land Brandenburg aktiv. Als Veranstaltungsorte dienten die Kulturmühle Perwenitz und die Stadtpfarrkirche Müncheberg. Gezeigt wurden u.a. »El Ratón Pérez« und »Básicamente un Pozo«. Im Anschluss an die Filmvorführungen bestand die Gelegenheit für Gespräche mit den argentinischen Gästen.

 

Hier das Blog mit dem Rückblick auf die Tour von Ute T. Schneider.

Zweite Hauptnavigation